Rasenversuchsfeld in Grossaffoltern. Orange abgesteckte Abschnitte, die zeigen, wo Düngung und Bodenaufbau wechseln.

Unser Rasenversuchsfeld

Seit 1998 betreiben wir auf der Grösse eines halben Fussballplatzes unser Rasenversuchsfeld. Darauf vergleichen wir nebeneinander Rohstoffe, neue Formulierungen, bestehende Dünger und Düngerprogramme in verschiedenen Dosierungen.

Seit dem Neubau des Versuchsgeländes im Jahr 2015 beziehen wir auch den Einfluss der Bodenart (magerer Oberboden im Vergleich zu einem Trageschichtenaufbau) und die verschiedenen Schnittsysteme (Mähroboter / Sichelmäher) in die Untersuchungen mit ein.

Rasen eignet sich als Modellkultur besonders gut für Düngungsversuche, weil er vom Frühling bis in den Spätherbst hinein wächst. Er reagiert schnell auf Düngergaben und lässt sich einfach beurteilen. Ab Beginn der Vegetationsperiode führen wir wöchentlich eine sogenannte Bonitierung durch. Dabei bewerten wir die Versuchsfelder anhand der Kriterien Wuchs, Farbe, Krankheitsbefall und Verkrautung.

Ein magerer Oberboden verhält sich anders in der Pflege als eine DIN-Rasenfläche (Trageschichtenaufbau). DIN-Rasen benötigt mehr Wasser und Dünger als ein gewachsener Boden. Eine geschlossene und dichte Fläche kann hohe Gaben von Stickstoff aufnehmen, ohne dass es zu Auswaschungen kommt. Rasenroboter schneiden jeweils nur den Zuwachs ab. Das Schnittgut bleibt liegen. Dadurch kann die Düngermenge um bis zu 20 % reduziert werden. Eine angepasste Düngung mit moderater Stickstoffgabe und erhöhtem Kalianteil im Herbst bereiten die Gräser gut für den Winter vor und vermindern die Anfälligkeit auf Schneeschimmel im darauffolgenden Frühjahr.