Blumenrabatten mit Rasenstreifen. Bäume und Sträucher im Hintergrund.
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Rasenkanten richtig abstechen

Wir zeigen Ihnen, wie Sie Rasenkanten sauber abstechen und worauf Sie dabei achten müssen.

Als Rasenkante bezeichnet man den der Übergang vom Rasen zu Garten, Beeten und Wegen. Sie kann durch präzises Abstechen der Grasnarbe oder durch eine Einfassung mit Steinen und Pflanzen gestaltet werden.

Neben der Optik erfüllt die Rasenkante auch andere Zwecke:

  • Sie erleichtert das Rasenmähen.
  • Sie verhindert, dass das Gras ungehindert ins Beet wächst und sich immer weiter in den Garten ausbreitet.
  • Der Rasen raubt den Gartenpflanzen keine Nährstoffe und Wasser.

Die englische Rasenkante

Viele Hobbygärtner bevorzugen die sogenannte englische Rasenkante: ein nahtloser Übergang ohne Rasenkantensteine, der durch das scharfe Abstechen der Grasnarbe erzielt wird. Je nach Rasensorte (schnell wachsende oder stark Ausläufer bildende Mischungen) fällt diese Arbeit etwa alle vier bis sechs Wochen an.

So stechen Sie eine englische Rasenkante:

  1. Rasenkantenstecher oder scharfen Spaten bereitlegen. Rasenkantenstecher verfügen in der Regel über eine halbrunde Schneide und einen langen Stiel mit T-Griff, so dass die Arbeit leichter vonstattengeht. Achten Sie darauf, dass die Schneidekante stets gut geschärft ist. So gelingt das Abstechen mit weniger Kraftaufwand, und Sie schonen die Grasnarbe und Ihren Rücken. Anstelle eines Rasenkantenstechers können Sie auch einen beliebigen Spaten mit einem scharfen Blatt verwenden. Je breiter das Blatt, desto schneller kommen Sie voran.
  2. Bei längeren Kanten spannen Sie eine Schnur, damit Sie eine gerade Linie erhalten. 
  3. Die Grassoden entlang der Rasenkante mit einem Rasenkantenstecher oder einem Spaten sauberabstechen.
  4. Abstich entsorgen. Die abgestochenen Grassoden können Sie als Gartenabfall kompostieren oder dazu verwenden, beschädigte Stellen im Rasen auszubessern.
  5. Durch das wiederkehrende Abstechen geht mit der Zeit viel Erde verloren, sodass der Rasen irgendwann sichtbar höher liegt als die Kante. Füllen Sie die Ränder deshalb einmal jährlich mit Gartenerde auf.

Einfassung mit Rasenkantensteinen

Bei dieser Variante heben Sie einen etwa 20 cm tiefen Graben zwischen Rasen und Beet oder Wegen aus. Den Grund füllen Sie mit Sand und verlegen darauf die Rasenkantensteine. Damit die Oberkante gleichmässig zu liegen kommt, spannen Sie auf der gewünschten Höhe eine Mauerschnur. Sand und Steine hindern den Rasen daran, sich immer weiter auszubreiten.

 

Pflanzen als natürliche Rasenkante

Auch die Einfassung der Beete durch Blumen und Sträucher stellt eine Rasenkante dar. Verwenden Sie dazu kompakte, niedrig wachsende Pflanzen wie zum Beispiel Zwerglavendel, Thymian, Ehrenpreis oder Geranien. Damit bepflanzen Sie die Beetränder und verhindern so, dass der Rasen übergreift.