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Schwefel Funktion und Mangelsymptome

Schwefel ist ein Bestandteil der Pflanzen und kommt vorwiegend im Eiweiss vor. Das Element ist ein wichtiger Baustein von Aminosäuren. Lange haben die schwefelhaltigen Emissionen der Industrie die Umwelt angereichert. Gezielte Schwefeldüngungen sind deshalb seit geraumer Zeit kein Thema mehr. Seit den 80er-Jahren werden die Abgase entschwefelt und die Reserven bauen sich nach und nach ab.

In vielen Mehrnährstoffdüngern ist bereits Schwefel in der Nährstoffkombination enthalten und muss daher nicht zusätzlich zugeführt werden. Bei Kulturen, welche Sie mit Einzelnährstoffen ohne Schwefelgehalt düngen, sollten Sie in Zukunft infolge des Abbaus der Bodenreserven ein Auge auf die Schwefelversorgung halten.

Schwefelmangel: Symptome

Ein Schwefelmangel zeigt sich bei jungen Blättern. Die Adern sind heller als das übrige Blatt. Die Pflanzen wachsen schwach bis kümmerlich und bilden weisse, reich verzweigte Wurzeln. 

Mangelböden

  • Feuchte Standorte.

  • Humusarmer, leichter Boden.

Schwefel-Überschuss: Symptome

Bisweilen entstehen an den Pflanzen nach einer starken Düngung mit Ammoniumsulfat Schäden durch Überdüngung. Ältere Blätter reagieren mit blassgrüner Verfärbung und rotvioletten Flecken (sogenannte Blauspitzigkeit) sowie vorzeitigem Blattfall.

Massnahmen bei Schwefelmangel

Verwenden Sie schwefelhaltige Düngemittel (Volldünger mit Schwefel, Ammonsulfat, Kalisulfat, Magnesiumsulfat). Achtung: Der Einsatz von reinem elementarem Schwefel senkt den pH-Wert.