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So werden Sie Wollläuse los

Mit diesen (Haus)mitteln machen Sie den Schädlingen den Garaus.

Wollläuse, auch unter den Namen Schmierläuse bekannt, kommen sowohl im Freiland als auch an Zimmerpflanzen vor. Sie verursachen Saugschäden und beeinträchtigen dadurch das Wachstum der Pflanze. Im Extremfall stirbt diese ab.

Wie sehen Wollläuse aus?

Wollläuse sind 1–10 mm gross. Ihr Körper ist mit einer weissen, pulvrigen Wachsschicht bedeckt und oft von watteartigen Fäden geschützt. Sie vermehren sich mittels Jungfernzeugung, also eingeschlechtlich. Das Weibchen legt die Eier in die Blattachseln oder unter die Blätter. Nach etwa 10 Tagen schlüpfen die Laven, welche sich über mehrere Larvenstadien zu einer ausgewachsenen Laus entwickeln. Unter idealen Bedingungen reproduzieren sich so bis zu 8 Generationen pro Jahr.

Schäden an den Pflanzen

Wollläuse gehören zu den Pflanzensaugern. Mit ihrem Stechrüssel stechen sie das Phloem an; also die Leitungsbahnen, in denen der zuckerhaltige Pflanzensaft transportiert wird. Vom abgesaugten Pflanzensaft verwerten sie nur einen Teil. Der Rest wird als Honigtau ausgeschieden. Dieser klebrige, glänzende Honigtau wird oft von Russtaupilzen besiedelt. Russtaupilz an sich ist nicht schädlich für die Pflanzen, weil er sich nur vom Honigtau ernährt. Die Saugschäden jedoch schwächen das Wachstum der befallenen Pflanze. 

Symptome und Schäden infolge eines Wolllausbefalls sind:

  • gelbe Blätter,
  • eingerollte Blätter,
  • Blattfall. 

Bei einem extremen Befall kann es vorkommen, dass die Pflanze gänzlich abstirbt.

(Haus)mittel: Wollläuse effizient bekämpfen

Die Wollläuse gehören zu den eher schwierig zu bekämpfenden Schädlingen. Dies aus folgenden Gründen:

Wollläuse leben versteckt in den Blattachseln, unter den Blätter der Triebe und in der Vegetationsspitze. Oft wird der Befall erst spät oder erst dann erkannt, wenn die Läuse in Massen auftreten. Eine einzelne Laus legt bis zu 600 Eier. Dadurch ist die Vermehrungsrate enorm hoch.

Diese Hausmittel helfen gegen Wollläuse

  • Kein Hausmittel, aber eine Methode, die sich bei einem schwachen Befall eignet: Wenn Sie nur einzelne Wollläuse entdecken, können Sie diese von Hand von der Pflanze ablesen. Allerdings ist dies keine sehr angenehme Arbeit.
  • Schmierseife. Damit die Wirkung ausreichend ist, behandeln Sie die Pflanze mehrmals im Abstand von jeweils 2 Tagen mit Schmierseifenlösung.
  • Alkohol aus der Drogerie. Betupfen Sie dafür die Wollläuse mit einem Wattestäbchen, welches Sie zuvor in reinem Alkohol getränkt haben. Wichtig bei dieser Methode ist, dass Sie alle Wollläuse erwischen. Entwischte Exemplare vermehren sich ansonsten munter weiter. Ausserdem vertragen nicht alle Pflanzen die Behandlung mit Alkohol. Testen Sie die Verträglichkeit zuvor an einem einzelnen Blatt. 
  • Sud aus Schachtelhalm. Kochen Sie aus Schachtelhalmextrakt einen Tee und lassen ihn abkühlen. Anschliessend besprühen Sie die befallene Pflanze damit. Auch hier müssen Sie die Behandlung mehrmals wiederholen, bis alle Schädlinge entfernt sind.
Mehrere Hochbeete stehen nebeneinander. U.a. mit Zwiebeln, Kohl, Fenchel, Kräutern. Im Hintergrund ein Gewächshaus. Aufgenommen Ende Mai 2020.

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Wollläuse mit biologischen Mitteln bekämpfen

Biorga Contra Spray gegen Schädlinge ist ein biologisches Produkt, das sich auch bei einem Wolllaus-Befall eignet. Spritzen Sie die Pflanze gründlich damit ein. Achten Sie darauf, alle Pflanzenteile gut zu benetzen, insbesondere Blattunterseiten, Blattachseln, Triebe und Vegetationsspitze. Kontrollieren Sie die Pflanzen ein paar Tage nach der Behandlung und wiederholen Sie die Spritzung. 

Häufig befallene Pflanzen

Wollläuse können an praktisch allen Pflanzen auftreten. Die Liste enthält die Lieblingspflanzen der Wollläuse. Diese sind besonders oft betroffen.

Zimmerpflanzen

  • Alle Orchideen-Arten
  • Alle Kakteen-Arten
  • Gummibaum-Arten (Ficus)
  • Elefantenfuss
  • Geldbaum

Im Freiland

  • Oleander
  • Zitronenbaum
  • Hortensien 

Sind Wollläuse gefährlich für den Menschen?

Wollläuse sind zwar mühsam zu bekämpfen, befallen aber nur Pflanzen und sind weder für den Menschen noch für Haustiere gefährlich.